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Simone Violka informiert sich über
Möglichkeiten zur Berufsausbildung in Lichtensteiner Textilbetrieb

Zu einem Betriebsbesuch in der Spandauer Velours GmbH & Co-KG Lichtenstein wurde die Bundestagsabgeordnete Simone Violka (SPD) von Geschäftsführer Steffen Martin und dem Technischen Betriebsleiter Reinhard Gutmann am 7. Februar 2007 empfangen.

Der Firma welche einst in Berlin-Spandau ansässig war zog nach der Wende in einen neu gebauten Betriebsteil der ehemaligen Möbelstoff- und Plüschweberei Hohenstein-Ernstthal ein und hat sich, trotz harter Konkurrenz aus Fernost, durch Spezialisierung auf hochwertige Produkte gut am Markt etabliert. So beliefert sie u.a. die Deutsche Bahn AG und die Markenfirmen Leifheit und Vileda mit ihren Stoffen.

Die Anzahl der Beschäftigten hat sich von 80 (im Jahr 1990) auf mittlerweile 200 entwickelt.

Große Probleme hat die Firma jedoch bei der Gewinnung von Nachwuchskräften. Hat man in den vergangenen Jahren im Durchschnitt immer 7 Lehrlinge ausgebildet, so konnte im vergangenen Jahr von vier freien Ausbildungsplätzen nur einer besetzt werden. Trotz enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, Präsenz auf den Ausbildungsmessen der IHK sowie Werbung in der Presse und im Internet, mussten die Verantwortlichen feststellen, dass der Textilberuf von den Jugendlichen abgelehnt wird, weil man der falschen Meinung sei, die Textilindustrie habe in Deutschland keine Zukunft. Andererseits habe das Bildungsniveau mancher Jugendlicher oftmals Erschrecken hervorgerufen.

„Mit einem Realschulabschluss und der Durchschnittsnote 3 sind doch die Anforderungen nun wirklich nicht zu hoch.“ so der Geschäftsführer Steffen Martin. Er selbst habe vor acht Jahren seine Lehre in diesem Unternehmen absolviert und sei inzwischen zum Geschäftsführer aufgestiegen, sagt der gebürtige Sachse und kann nicht verstehen warum viele Jugendlichen so unmotiviert sind.

Simone Violka stellte fest, dass viele Jugendliche gar nicht wüssten, wo in der Region Arbeitskräfte gebraucht werden und würden sich bei der Wahl des Ausbildungsplatzes allein auf die Agentur für Arbeit verlassen. Da jedoch nicht alle Betriebe ihre Ausbildungsplätze dort melden, wäre es für die jungen Menschen auch wichtig sich selbst in den Unternehmen direkt zu bewerben.  Aus diesem Grund habe sie eine Informationskampagne gestartet, mit dem Ziel die ausbildenden Unternehmen und die Jugendlichen, welche eine Lehrstelle suchen zusammenzubringen.



Simone Violka im Gespräch mit Geschäftsführer Steffen Martin und Techn. Leiter Reinhard Gutmann (v.r.n.l.)

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