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Der Parlamentarische Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Ulrich Kasparick
besucht Unternehmen im Wahlkreis
Der unter anderem für den Aufbau Ost
zuständige Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kasparick besuchte am
23. August 2007 die Landkreise Chemnitzer Land und Stollberg. Gemeinsam
mit der Bundestagsabgeordneten Simone Violka, die ihn zu diesen Besuch
eingeladen hatte, machte er zunächst in der Firma
Roth & Rau AG in
Wüstenbrand Station. Dort wurden sie vom Unternehmensgründer und
Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Rau und Finanzvorstand Carsten Bovensen
begrüßt.

v.l.n.r.: Ulrich Kasparick,
Simone Violka, Dr. Bernd Rau und Carsten Bovensen
Nachdem den beiden Parlamentariern das
Unternehmen vorgestellt wurde, ergab sich ein interessantes Gespräch
über die Rolle der Schlüsseltechnologien in der deutschen Wirtschaft.
Die Roth & Rau AG gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Anlagen
für die Solarzellen-Herstellung. „Alle Welt redet über die
Solarzellenhersteller – doch wir liefern die Anlagen, so zusagen den
Saft, um überhaupt in die Produktion gehen zu können.“, so Dr. Rau.
Produziert werden Anlagen zur Antireflexbeschichtung und Passivierung
von kristallinen Siliziumsolarzellen. Weitere Produkte sind
Plasmaätzanlagen für die Kantenisolation und andere
Trockenätztechnologien für die Photovoltaik Beschichtungsanlagen für
flexible Substrate und Plasmaprozessanlagen für Forschung & Entwicklung.
Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie bieten sie darüber
hinaus ein schlüsselfertiges Konzept für die vollautomatische und
kostengünstige Massenproduktion von Solarzellen an.
Auf die Frage des Staatssekretärs, woher das Gründungskapital stamme,
antwortet der ehemalige Professor der Technischen Universität Chemnitz
souverän. „Eigentlich wollte ich mir von meinem ersparten Geld einen
Wartburg kaufen, doch dann gründete ich damit 1990 gemeinsam mit meiner
Frau eine Firma.“ Mittlerweile ist diese Firma eine weltweit agierende
börsendotierte Aktiengesellschaft. Die Rau & Roth AG stehe für
beispielhaften ostdeutschen Unternehmergeist, so Kasparick. Es gäbe drei
Elemente für den Erfolg: Spezialisierung, Forschung & Entwicklung sowie
Exportorientierung. Rau & Roth setzt diese drei Elemente sehr
erfolgreich um, resümiert Kasparick den Betriebsbesuch.
Simone Violka hob besonders die Bedeutung
der Firma für die Entwicklung der Region Südwestsachen hervor, was sich
unter anderem auch darin ausdrückt, dass die Firma in diesem Jahr den 2.
Platz im Sächsischen Innovationswettbewerb belegte.

Dr. Bernd Rau erläutert den beiden Politikern den
Produktionsablauf
Danach folgte ein Arbeitsessen mit dem
Bürgermeister der Stadt
Thalheim. René Kühn. Dabei wurde im Besonderen über die
Verkehrssituation in der Stadt gesprochen. Der Bürgermeister
bat um Unterstützung hinsichtlich der Realisierung eines Kreisverkehres am
Knotenpunkt B 180 / S 257 und Stadtbadstraße. Er übergab den Politikern
dazu entsprechende Planungsunterlagen und beklagte, dass seitens des
Straßenbauamtes die Belange der Stadt nicht mit der notwendigen
Unterstützung bedacht würden.
Die Verbesserung der Beziehung zwischen Schule und Wirtschaft war ein
weiterer Gesprächspunkt, insbesondere die Möglichkeit zur Schaffung
kurzer Bildungswege anhand der wirtschaftlichen Erfordernisse.
Dazu führte Ulrich Kasparick zahlreiche Beispiele aus seinem Heimatland
Sachsen-Anhalt auf.
Zum Abschluss der Tour wurden die beiden
Parlamentarier vom Vorstandsvorsitzenden der
Wohnungsbaugenossenschaft "Wismut" Claus Peters und dem Technischen
Vorstand Jochen Hebb durch das Stollberger Dürer-Gebiet geführt. Dort
wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen des Stadtumbaus Ost
zahlreiche Wohnungen saniert und zu wahren Schmuckstücken umgebaut. Die
Politiker waren sichtlich begeistert, wie hier mit Hilfe von
Bundesfördermitteln aus grauen DDR-Plattenbauten moderne und
anspruchsvolle Wohnungen geschaffen wurden. Dass dabei besonders auch
auf die Individualität und Wohnqualität gesetzt wurde zeichnet das
regionale Wohnungsunternehmen, welches in den Städten Stollberg und
Thalheim präsent ist, aus.

Ulrich Kasparick, Claus Peters,
Simone Violka, René Kühn und Jochen Hepp (v.l.n.r.) besichtigen das
Albrecht-Dürer-Gebiet in Stollberg
Auch die regionale
Presse berichtete darüber. |