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Informationsbesuch der Abgeordneten Simone Violka
im Beruflichen Bildungszentrum Thalheim GmbH

Am 24. Januar 2007 besuchte Simone Violka den Thalheimer Ausbildungsbetrieb. Die Einrichtung ging aus der ehemaligen Betriebsschule des Messgerätewerkes Zwönitz hervor und hat sich inzwischen zu einer anerkannten Bildungseinrichtung der Region profiliert. 40 verschieden Berufe in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, Bautechnik, Holztechnik, Textiltechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Wirtschaft und Verwaltung werden an den fünf Standorten ausgebildet. Dabei werden sowohl Berufsvorbereitung, außerbetriebliche und überbetriebliche Ausbildung als auch Fortbildung, Spezialbildung und Trainingsmaßnahmen angeboten.

In der anschließenden Gesprächsrunde an der neben dem Geschäftsführer Christof Süß und weiteren Ausbildern der Einrichtung auch der Thalheimer Bürgermeister René Kühn teilnahm kam zum Ausdruck, dass den jungen Menschen eine gesicherte Perspektive gegeben werden muss. Der Berufsorientierung sollte schon in der Schule mehr Beachtung geschenkt werden. Praktikums in den Betrieben sind dabei sehr hilfreich. Zeigen sie doch den Jugendlichen welche Anforderungen ein Beruf an sie stellt und welche Eignung sie besitzen. Geschäftsführer Christof Süß sagte das es von den Unternehmen viele Nachfragen gebe, eine praxisorientierte Ausbildung, wie zum Beispiel die Berufsausbildung mit Abitur wieder anzubieten. Diese Entscheidung läge aber beim Gesetzgeber.
 "Bedingt durch Arbeitslosigkeit hat sich das soziale Gefüge in vielen Familien bedauerlicherweise geändert. Besonders Schulabgänger solcher Familien bedürfen einer besonderen Motivation zur Berufsausbildung." brachte die Ausbilderin Frau Heike Uhlmann ihre Erfahrungen aus der Praxis zum Ausdruck.
Bürgermeister Kühn sah die Kammern (IHK und Handwerkskammer) in einer besonderen Verantwortung um die Nachfrage der Unternehmen einerseits und das Angebot der Bildungsfirmen andererseits besser zu koordinieren.

Simone Violka brachte zum Ausdruck, dass viele Jugendliche immer noch nicht wüssten, wer denn in der Region was ausbildet und immer noch die falsche Vorstellung hätten, dass nur im Westen Deutschlands eine perspektivische Ausbildung möglich wäre. Dabei zeigen doch viele Beispiele aus ihrem Wahlkreis, dass auch hier eine positive Entwicklung von statten geht. So entstanden zum Beispiel allein im letzten Jahr in der Stadt Meerane 400 neue Arbeitsplätze, auch die Stadt Lichtenstein hat mittlerweile mehr Arbeitsplätze als zu DDR-Zeiten. Nur leider wisse dies kaum jemand, weil es in den Medien zu wenig Beachtung findet.
Aus diesem Grund habe sie sich entschieden eine Kampagne durchzuführen, die die Schulabgänger in die Lage versetzt, auch hier in ihrer Heimat einen geeigneten Beruf zu finden. Viele Verantwortungsträger, wie die Wirtschaftsförderämter der Landkreise, die Krankenkassen und die Kammern (IHK und Handwerkskammer), die Kreishandwerkerschaft und der Verband der Mittelständischen Wirtschaft, würden dabei jeder ihren spezifischen Beitrag leisten, wie ihr die Gespräche in den zurückliegenden Wochen gezeigt haben. Wichtig wäre all diese Aktivitäten zu bündeln und die Jugendlichen komplex zu betreuen.



Simone Violka im Gespräch mit Bürgermeister René Kühn und Geschäftsführer Christof Süß (v.l.n.r.)

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