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Simone Violka fordert mehr Transparenz und mehr persönliche Haftung im Bankensektor

 

Nach einer Beratung des Finanzausschusses mit Finanzminister Peer Steinbrück, Vertretern von Banken und Vertretern der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Führung von Jochen Sanio zu den Auswirkungen der Hypothekenkrise in den USA und die Auswirkungen auf den deutschen Finanzmarkt ist für die Finanzpolitikerin Simone Violka (SPD) klar, dass man erst zu konkreten politischen Handeln übergehen kann, wenn der Vorgang intensiv und schonungslos aufgeklärt ist. Schon jetzt zeichnen sich aber konkrete Problemfelder ab, die diesen Finanzcrash erst möglich machen konnten und wo schnell Veränderungen nötig sind. "Ich halte es für problematisch das alle 3 Ratingagenturen, die ja noch im Juni hervorragende Noten für dann plötzlich notleidende Finanzprodukte vergaben, aus den USA stammen. Hier brauchen wir dringend ein europäisches Pendant und vor allem mehr Transparenz in den Finanzmärkten", fordert Violka Schnelle Transparenz sei auch nötig um wieder Vertrauen im Bankensektor herzustellen. Violka fordert aber auch mehr persönliche Haftungen für die Entscheider in den Vorstandsetagen. "Es wurmt mich persönlich, wenn ich ständig eine bessere Mittelstandsfinanzierung bei den Banken einwerbe aber immer wieder höre, man müsse Zurückhaltung wegen der Risiken üben. Andererseits werden aber teilweise unüberschaubare Risiken eingegangen, nur weil die Gewinnmarge wesentlich höher ist, als bei der Mittelstandsfinanzierung. Wie solch ein Geschäftsgebaren bzw. solch eine Geldgier ausgehen kann, sehen wir bei der sächsischen Landesbank", so die Finanzpolitikerin. Sie glaubt nicht, dass ein erneuter Crash in der Zukunft ausgeschlossen werden kann. „Dazu ist die Dynamik in den Finanzmärkten viel zu groß, aber wir müssen alles mögliche dafür tun, das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren“, so Violka abschließend.

 

Pressemitteilung vom 11.09.07

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