|
Die
SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Violka hat den Kompromiss mit der CDU/CSU,
die Zahlung von 100 Euro Schulgeld für Familien, die Harz IV beziehen, nur
bis zum 10. Schuljahr zu gewähren, scharf kritisiert. Auch Familien, deren
Kinder aufs Gymnasium gehen, könnten in Not geraten, betont Violka. "Es ist
völlig unglaubwürdig, politisch immer wieder zu betonen wie wichtig eine
gute Bildung ist und dann ausgerechnet Gymnasiasten, deren Eltern es auch
manchmal nicht so dicke haben, Schulgeld zu verweigern. Chancengleichheit
sieht anders aus", so Violka. Für die Abgeordnete sei es unverständlich
wieso sich der Koalitionspartner in dieser Frage von vornherein verweigert
habe. Nur deshalb sei es zu diesem nicht befriedigenden Kompromiss gekommen.
Nach dem Willen der CDU/CSU hätte überhaupt kein Schulgeld gegeben. "Frau
Merkel macht mit großem Aufwand Bildungsgipfel, aber wenn es um die
praktische Umsetzung und direkte Hilfe geht, dann lassen sie und ihre Partei
die Eltern und Schüler im Regen stehen. Das ist zynisch", sagt die
Abgeordnete. In der SPD-Fraktion sei man sich einig, weiter für eine Zahlung
bis zum Abitur zu kämpfen, egal ob das nach 12 oder 13 Jahren erreicht wird.
"Ich kann meinen CDU-Kollegen nur raten sich unserer Initiative
anzuschließen, wenn sie es mit der Chancengleichheit bei Bildung wirklich
erst meinen", so Violka abschließend.
|