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SPD-Kandidatin steigt als erste in den Ring
Simone Violka will Landrätin in Mittelsachsen werden - Henning Homann leitet
neuen Unterbezirk
Von Andreas Luksch
Siebenlehn.
Im Kampf um den Posten des Landrates im
künftigen Mittelsachsen ist die SPD als erste in den Ring gestiegen. Am Samstag
nominierten die Delegierten des Gründungsparteitages des SPD-Unterbezirkes
Landkreis Mittelsachsen in Siebenlehn die 39-jährige Bundestagsabgeordnete
Simone Violka einstimmig zu ihrer Kandidatin.
"Ich liebe neue Herausforderungen", gab sich die gelernte Finanzbuchhalterin
kämpferisch. Sie kümmere sich seit 1998 nicht nur um die große Politik, sondern
als Stadträtin in Penig auch um Probleme an der Basis. "Das kann für den Job als
Landrat nicht falsch sein", warb sie für ihre Kandidatur.
Der frisch gewählte Vorsitzende des neuen SPD-Unterbezirkes, Henning Homann,
sicherte ihr jegliche Unterstützung zu. Der 28-jährige Roßweiner, der unter
anderem von 2000 bis 2003 Vize-Juso-Chef in Sachsen war sowie seit 2005 dem
Kreistag Döbeln angehört, fühlt sich für die Aufgabe gerüstet: Von 2003 bis 2007
war er Vorsitzender des flächenmäßig größten SPD-Unterbezirks Nordsachsen.
"Somit bin ich weite Wege gewohnt", sagte er.
Bereits am Samstag schwörte er die Delegierten des Gründungsparteitages auf die
ersten Aufgaben ein. Es wurden drei Beschlüsse gefasst. Zu einen stimmten die
Delegierten einem Leitbild für Mittelsachsen als Landkreis der Wissenschaft und
Kultur zu. "Das Potenzial hier ist riesig, aber gerade die Kultur wird oft
unterschätzt", meinte Homann. Zum anderen bekennt sich die SPD klar zu einer
Zusammenarbeit der Kulturräume Mittelsachsen und Erzgebirge. Und drittens will
sich die SPD laut Homann intensiv mit dem öffentlichen Personennahverkehr
beschäftigen. "Zurzeit agieren in Mittelsachsen drei verschiedene
Verkehrsverbünde", erläuterte Homann. Mit der Kreisreform müssten jedoch die
Regionen Mittweida und Döbeln besser an Freiberg angeschlossen werden. Ein Ziel
laute deshalb: ein Landkreis - ein Ticket.


Freie Presse Rochlitz, Mittweida, Flöha und Freiberg
21.01.2008
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