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SPD nominiert Simone Violka für Kampf um
Landratsposten
101 Kandidaten für Bürgermeister- sowie Kreistagswahl stehen fest
Zur Kreiswahlkonferenz des SPD-Unterbezirkes Mittelsachsen ist die 39-jährige
Bundestagsabgeordnete Simone Violka einstimmig als Landratskandidatin gewählt
worden. Außerdem stehen 101 Kandidaten für Bürgermeister- sowie Kreistagswahl
fest, sagte gestern Vorsitzender Henning Homann.
Zu den Spitzenkandidaten gehören die Freiberger Oberbürgermeisterin Uta Rensch,
der Döbelner Bürgermeister Axel Buschmann und der Hainichener Bürgermeister
Dieter Greysinger. In Flöha wurde der Stadtplaner Dierk Schülke für das erste
Amt in der Stadt nominiert und in Mühlau der Chef eines Pflegeheimes, Kurt Breg.
"Die Zeiten der absoluten CDU-Mehrheit im Kreistag sind vorbei", gab sich Homann
kämpferisch. Zu den Schwerpunkten zählten Wirtschaftsförderung, eine bessere
Bildung für alle und die Förderung von Kultur im Ehrenamt. "Es ist wichtig, dass
wir uns vom Politikstil der CDU abheben. Ich unterstütze deshalb Violkas
Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung", so Homann. Die gelernte
Finanzbuchhalterin kümmere sich seit 1998 nicht nur um die große Politik,
sondern als Stadträtin in Penig auch um Probleme an der Basis. (BJ)
Freie Presse Rochlitz, Mittweida, Flöha und Freiberg 05.04.08
40-Jährige aus Penig will Landrätin werden
Der SPD-Kreisverband hat Simone Violka mit 96 Prozent der Stimmen zur
Landratskandidatin für Mittelsachsen nominiert. Der Döbelner Anzeiger sprach mit
ihr.
Frau Violka, wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, als SPD-Landrätin für
Mittelsachsen gewählt zu werden?
Aufgrund des neuen Zuschnitts der Landkreise ist es schwierig, Prognosen
abzugeben. Es ist schwer, einzuschätzen, worauf die Wähler bei der
bevorstehenden Landratswahl Wert legen – ob ihnen Parteien wichtig sind oder,
dass ihre Region vertreten ist. Positiv ist, dass kein amtierender Landrat bei
dieser Wahl von seinem Amtsbonus profitieren kann, weil er nur in einem Drittel
des künftigen Landkreises bekannt ist.
Wo würden Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit als Landrätin sehen?
In einer stärkeren Bürgerbeteiligung. Im Vorfeld von Kreistagsentscheidungen
müssen die Bürger über das Maß des Kreistags hinaus in Entscheidungsfindungen
einbezogen werden. Damit sich niemand benachteiligt fühlt, würde ich je nach
Thema die Betroffenen in die Diskussion einbeziehen. Eine Möglichkeit wäre auch,
berufene Bürger zusätzlich zu den Kreistagsmitgliedern in Fachausschüsse zu
berufen.
Wie gut kennen Sie den Kreis Döbeln?
Ziemlich gut, weil ich da Verwandte habe und deshalb viel in der Region Döbeln
unterwegs bin. In letzter Zeit freilich öfter, da habe ich mich intensiver mit
Schwerpunkten vertraut gemacht.
Zum Beispiel?
Der Kreis Döbeln ist ein gutes Beispiel dafür, dass ländlicher Raum nicht mit
Landwirtschaft gleichzusetzen, sondern auch ein wichtiger Industriestandort ist.
Mich beeindruckt die Zahl der Industriearbeitsplätze. Der Wirtschaftsförderung
im ländlichen Raum muss deshalb auch künftig großes Augenmerk gelten, denn es
ist sicher die Befürchtung vieler, dass Randgebiete zugunsten der Förderung des
starken Wirtschaftsraumes Freiberg hinten runter fallen.
Angenommen, Sie würden als Landrätin gewählt, könnten Sie sich vorstellen,
mit den bisherigen Landräten Volker Uhlig und Manfred Graetz in der
Kreisverwaltung zusammenzuarbeiten?
Darüber wird letztlich der Kreistag entscheiden. Dem würde ich auf keinen Fall
vorgreifen. Aber ich bin Demokratin genug, um mit beiden zusammenarbeiten zu
können.
Döbelner Anzeiger 04.04.08
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