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SPD-Politikerin Simone Violka kritisiert Verheugen Die Vorsitzende der SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Simone Violka kritisiert ihren Brüssler Parteifreund und EU-Industriekommissar Günter Verheugen für sein öffentliches Zugeständnis an die deutschen Automobilhersteller, auch zukünftig für große und somit teure Autos weniger Abgaben zahlen zu müssen. Verheugen hatte auf der IAA in Frankfurt erklärt, dass die Hersteller von höherwertigen PKW nicht über Gebühr belastet werden sollen, da mit dem Exportüberschuss in den höheren Klassen das Geld verdient wird, das die europäische Automobilindustrie für Forschung und Entwicklung brauche.
Für Violka ein unsoziales und ungerechtes Zugeständnis. "Im Klartext heißt das: Wer sich mit einem kleineren aber umweltfreundlichen Auto begnügt, muss die Kosten für die großen, teuren Dreckschleudern auch noch mittragen." so die Abgeordnete. Dabei müssen laut Violka große Autos nicht umweltschädlicher sein als kleine. Aber diese Entwicklung koste Geld, was die Automobilkonzerne sparen wollen. "Wer sich ein Auto für 60.000 Euro und mehr leisten kann, der kann auch noch was drauflegen, wenn die Konzerne die Entwicklungskosten umlegen“, ist Violka überzeugt. Sie ärgert sich über Verheugen, der sich in dieser Frage wohl eher als Lobbyist für die deutsche Automobilindustrie versteht und nicht als Arbeiter für Europa. "Verheugen sollte mal in seinen Arbeitsvertrag schauen, Lobbyisten haben wir in Brüssel schon genug", so die Politikerin abschließend.
Pressemitteilung vom 24.09.07
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