| aaaa |
Demografischer Wandel kein Grund für den Rückbau kultureller Infrastrukturen
Anlässlich der Debatte des Schlussberichtes der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ im Plenum des Deutschen Bundestages erklärt die zuständige Berichterstatterin Simone Violka:
Bevölkerungsrückgang und die Alterung der Gesellschaft dürfen kein Grund sein, kulturelle Infrastrukturen zurückzubauen. Neben der Finanzierung der Kultur durch Bund, Länder und Kommunen sollten sich vor Ort Interessenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenschließen, um über eine Kulturentwicklungsplanung neue Methoden zur Schaffung und Erhaltung von Kultur zu diskutieren. Damit das aber auch ein Erfolg wird, müssen kulturelle Institutionen stärker kommunen- und gegebenenfalls länderübergreifend genutzt werden. Auch der Zusammenschluss von Institutionen und die Mehrfachnutzung von spartenübergreifenden Kulturstätten kann eine Möglichkeit zur Lösung der anstehenden Probleme sein. Eine Kulturentwicklungsplanung sollte sich aber nicht nur an den Einrichtungen ausrichten sondern auch an den Nutzern. Dabei unerlässlich ist die Förderung der kulturellen Bildung, ohne dabei Verteilungskonflikte zwischen den Generationen zu schaffen. Das ist eine Herausforderung, der sich Gesellschaft und Politik stellen muss. Tut man das, bedeuten sinkende Bevölkerungszahlen oder die Alterung der Gesellschaft nicht gleichzeitig auch die geringere Nutzung von kulturellen Angeboten. Deshalb ist demografischer Wandel kein Grund für den Rückbau kultureller Infrastrukturen!
Pressemitteilung vom 12.12.07
|
aaaa |