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Berufsausbildung geht uns alle an SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Violka umreißt ihre Ziele
Stollberg (HS). „ Berufsorientierung und Hilfe bei der Ausbildung unserer Jugend
ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe und fern jedes Parteibuches zu
bewerten.“ Ein klarer Standpunkt von Simone Violka, die sich in diesem
Aufgabenfeld unserer Zeit engagieren möchte. Allem
aber vorangestellt: Der Landkreis Stollberg spielt hier eine beeindruckende
Vorreiterrolle und ist ein Beispiel für ganz Deutschland. Der Arbeitskreis
Schule-Wirtschaft hat eine ausgezeichnete Arbeit geleistet, nicht nur mit der
Einführung des Berufswahlpasses. Über 200 ausbildende Unternehmen mit 70 Ausbildungsberufen gibt es im Landkreis. Die Jugendlichen haben häufig keine, falsche oder unzeitgemäße Vorstellungen über Ausbildungsberufe, stellte sie in den letzten Wochen fest. Schulen, Unternehme und vor allem Elternhäuser müssten hier enger aneinander rücken. Diesen Mittler möchte Simone Violka als „Knoten im Netzwerk“ ausfüllen und beleben. Zu wenig würden Tage der offenen Unternehmen von Schulen und Schülern genutzt. Desinteresse der Jugendlichen zu ihrem Ausbildungsweg gelte es zu überwinden. Erschreckend hoch sei der Prozentsatz der jungen Leute, die sich mit der Grundeinstellung abfinden, in ihrer Heimatregion gäbe es ohnehin keine Zukunft für sie: 35,6 Prozent denken so. Auch das Unterscheiden in Jungen- und Mädchenberufe möchte Violka mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft aufbrechen helfen. Berufsorientierung solle nach Vorstellung der Bundespolitikerin offiziell in den Lehrplan aufgenommen werden.
Wochenspiegel Stollberg, 25. April 2007
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