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Regine-Hildebrandt-Preis 2003 an Projekte aus Sachsen und Brandenburg verliehen
Am Mittwoch, dem 26.November 2003,
wurde anlässlich des zweiten Todestages von Regine Hildebrandt der
„Regine-Hildebrandt-Preis“ verliehen. Mitglied der Jury ist neben Christine
Bergmann, Frauke Hildebrandt, Sigrid Keler und Ingrid Stolpe und anderen
auch die sächsische Bundestagsabgeordnete Simone Violka. Die Laudatio, die Simone Violka auf das Frauenzentrum „Regenbogen e. V.“ aus Döbeln hielt finden Sie hier: „Sehr geehrte Damen und Herren, mir fällt heute die schöne und auch ehrenvolle Aufgabe zu, ein paar Worte zu den Preisträgern des Frauenzentrum „Regenbogen e.V.“ in Döbeln zu sagen. Da gibt es in einer Region, wo die gesellschaftlichen Probleme nicht zu übersehen sind, eine Gruppe von Frauen die es sich seit über 9 Jahren zur Aufgabe gemacht haben, dem nicht tatenlos zuzusehen sondern den Menschen in der Region etwas anzubieten. Und was sie anzubieten haben, kann sich sehen lassen. 75 monatlich durchgeführte Veranstaltungen und über 10.000 Gäste jährlich, sprechen dafür Bände. Und das Spektrum dieses Engagements ist breit gefächert. Alles aufzuzählen, würde diesen Rahmen sprengen. Daher nur einige wenige Bespiele: Das Frauenzentrum Regenbogen stellt zum Beispiel Frauen- und Kinderschutzwohnungen bereit. Es gibt ein Projekt, welches die Annäherung und Begegnung von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten unterstützt, es gibt das Projekt „Gartenkinder statt Straßenkinder“ welches mit Kindern in Gärten arbeitet, die auffallen weil sie auf Straßen und Plätzen in Döbeln herumlungern, es gibt die Selbsthilfegruppe für Eltern mit verhaltensauffälligen Kindern und natürlich noch viel, viel mehr. Aber solch ein Angebot benötigt natürlich auch Menschen, in diesem Fall Frauen, die regelmäßig, kontinuierlich und ehrenamtlich tätig sind. Daher gilt mein persönlicher Dank diesen Frauen in Döbeln, die mit so viel Lust und Engagement die Arbeit des Frauenzentrums so vielseitig und kreativ mit gestalten. Es war kein leichter, oftmals ein steiniger Weg mit vielen Umwegen bis das Frauenzentrum „Regenbogen“ so gut aufgestellt war. Und als es endlich etwas leichter ging, kam das Wasser. Ich selbst habe mein Büro an der Mulde und weiß aus eigener Erfahrung was da die Menschen erlebt haben. Und leider traf es auch das Frauenzentrum in Döbeln. Aber es ist wohl eine Eigenheit dieser engagierten Frauen, nicht lange ihr eigenes Elend zu bedauern, sondern statt dessen die Ärmel hochzukrempeln und neu anzufangen. Und das obwohl sie kaum Fluthilfe bekommen haben. Im Vorschlagsschreiben stand ein Satz, der so treffend für die Döbelner Frauen ist, das ich ihn hier an dieser Stelle gern zitiere. Getreu das Ausspruchs von Regine Hildebrandt, haben sich die Döbelner Frauen nicht erzählen lassen, „dasset nich jeht“, sondern haben mit ihrer eigenen Arbeit gezeigt „wie´t jeht“ das Vereinsleben und die Vereinsarbeit nach der Flut, ohne finanzielle Hilfe von Behörden – wieder zu beleben.“ Ich denke diesem Satz muss man nichts weiter hinzuzufügen. Diese Auszeichnung heute hat sich das Frauenzentrum „Regenbogen“ aus Döbeln redlich verdient. Sie soll ein Dankeschön sein für geleistete Arbeit, eine öffentliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement und ein Ansporn sowie Unterstützung für weitere Projekte. Ich weiß das die Döbelner Frauen in und mit ihrem Verein noch viel vorhaben und ich wünsche ihnen dafür noch viele weitere gute Idee, breite Unterstützung und natürlich viel Erfolg.“
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