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Simone Violka: Künstlersozialkasse nicht infrage stellen

Die sächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Violka kritisiert die Forderung aus den Reihen des Bundesrates, im Rahmen einer geplanten Entlastung des Mittelstandes die Künstlersozialversicherung (KSK) abzuschaffen oder zu reduzieren, scharf.

„Bei der Umstrukturierung im kulturellen Bereich tragen vor allem die Kulturschaffenden die Hauptlast, das kann man jetzt nicht noch durch ein Infragestellen der Künstlersozialversicherung verschärfen“, begründet die Abgeordnete ihre ablehnende Haltung. Im Gegenteil: für Violka, die selbst Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ war, stehe diese Versicherung noch nicht genügend Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung.

Durch den personellen Umbau vor allem bei Theatern und ähnlichen Einrichtungen gebe es immer weniger fest angestellte Kulturschaffende. „Immer mehr Künstler, die zu Zeiten der Einführung der Künstlersozialversicherung aufgrund von festen Arbeitsverhältnissen darauf nicht angewiesen waren, bleiben jetzt auf der Strecke.“ Vor allem Schauspieler, Tänzer aber auch Regisseure und andere Berufsgruppen würden immer mehr in die Selbständigkeit getrieben, hätten es aber schwer sich in der KSK zu versichern.

„Anstatt an eine Abschaffung zu denken, sollte man sich in den Bundesratsgremien lieber Gedanken machen, wie man noch bestehende Lücken schließen kann. Es reicht nicht aus, sich zwar zur Kultur zu bekennen  aber die in der Branche Tätigen mit ihren Problemen dann allein zu lassen“, so Violka abschließend.

 

 
Pressemitteilung vom 10.09.2008

 

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