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Der Dritte aus der Region das erste Mal dabei

Mit Abgeordneten der CDU, der SPD und der Linkspartei/PDS sind drei hiesige Politiker im 16. Deutschen Bundestag vertreten

Berlin/Hohenstein-Ernstthal/Glauchau. Keine Zeit für große Gefühle und erst recht nicht für lange Erklärungen hatte gestern Jörn Wunderlich. Gleich beim Antritt vom Parlamentarischen Geschäftsführer seiner Fraktion mit der Protokollführung betraut, war dem neu gewählten Bundestagsabgeordneten der Linkspartei/PDS nicht mal eine Pause bei der konstituierenden Sitzung des 16. Deutschen Bundestages gegönnt.
Wunderlich hatte gleich beim ersten Mal im hohen Hause, in das der Limbach-Oberfrohnaer mit
3846 Erststimmen über die Liste seiner Partei gekommen ist, zu arbeiten. Erst am Abend auf dem Weg zum Bahnhof war er telefonisch erreichbar.
Ganz außen links in der Reihe drei seiner Fraktion hat der auch im Kreistag des Chemnitzer Landes in der Kommunalpolitik aktive Jurist Platz genommen. In der Hauptstadt wolle er die Interessen der Region vertreten, hatte er vor den Kreis-
räten betont. Und vor allem wolle er mit seinen Fraktionskollegen dafür sorgen, dass es in diesem Land den Jugendlichen, den Alten und den Kranken besser geht.
"Die Arbeit hat begonnen", sagte lakonisch der zum zweiten Mal als Wahlkreissieger in den Bundestag mit dem Mandat der CDU eingezogene Marco Wanderwitz. Von Aufregung könne er nicht reden. Für ihn sei diese erste Sitzung des neuen Bundestages nun nicht gerade Routine, aber doch schon etwas, dem er mit ziemlicher Gelassenheit beiwohne. Er denke schon an all das, was an Aufgaben zu erledigen sein werde. Wichtig sei die nächsten Monat anstehende Wahl in die Funktionen der Fraktion, so der Rechtsanwalt, der mit 5542 Erststimmen zum zweiten Mal den direkten Einzug in das höchste Parlament geschafft hat.
Zur Landesgruppenvorsitzenden haben die sächsischen SPD-Bundestagsabgeordneten Simone Violka gewählt. Obwohl sie bereits dem dritten Bundestag angehöre, "war es gestern immer noch spannend für mich. Und schön, die neuen Mitglieder der Fraktion kennen zu lernen". Die Koalition wirft ihre Schatten voraus. Denn nach ihrer künftigen Ausschussarbeit gefragt, verwies auch Violka darauf, dass sie das erst nach den Koalitionsverhandlungen wisse. Dann erst werde feststehen, wieviele Mitglieder ihrer Fraktion in welchem Ausschuss vertreten sein werden. Sie wolle schon gern wieder im Haushaltsausschuss mitarbeiten. Die aus Penig stammende Violka war mit 4.612 Erststimmen wie schon im Jahr 2002 über die Liste ihrer Partei in den Bundestag gekommen.

19.10.05

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