aaaa

Thalheim: Drei-Tannen-Stadt befürchtet Verkehrskollaps  (30.01.04)

Bürgermeister Kühn fordert Ortsumgehungsstraße

Für die Umsetzung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Erschließung des im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Gewerbegebietes im Nordwesten der Stadt, benötigt Thalheim Planungssicherheit. Dazu gehört nach Ansicht von Bürgermeister René Kühn der baldige Baubeginn für die Ortsumgehungsstraße. Auf die Dringlichkeit dieser Straße habe er am Mittwoch dieser Woche in einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium noch einmal hingewiesen, nachdem er bereits beim Spatenstich für die Stollberger Ortsumgehung eine Unterschriftenliste für das Thalheimer Projekt überreicht hatte.

Kühn informierte am Donnerstag den Stadtrat darüber, dass es nunmehr am Freistaat Sachsen liege, die Entlastungsstraße doch noch in den dringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan einzustufen. „Ich habe in Berlin deutlich gemacht, wie wichtig das ist.“ Nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, sondern auch für die Wohnqualität der Thalheimer, so Kühn. Für eine rasche Realisierung kämpfe auch die jüngst gegründete Bürgerinitia-tive „L(i)ebenswertes Thalheim“, die bei Bund und Land um Unterstützung für die Umgehung werbe.

Als positiv bewertete der Bürgermeister das von SPD-Bundestagsabgeordneter Simone Violka vermittelte Gespräch im Bundesverkehrsministerium. Die Verantwortung liege aber nicht beim Bund, sondern beim Freistaat. Die Verkehrsplaner in Dresden werden Kühn zufolge Anfang Mai dieses Jahres noch einmal über die sächsischen Straßenbauvorhaben diskutieren. Kühn hofft, dass dabei die Thalheimer Trasse zugunsten eines anderen Projektes vorgezogen wird. Unterstützung habe dafür auch CDU-Bundestagsabgeordneter Marco Wanderwitz zugesagt.

Wird die Thalheimer Trasse nicht vorgezogen, bedeutet das eine Bauverzögerung von mindestens
15 Jahre. Das könne fatale Folgen für die Ansiedlung von produzierenden Unternehmen im geplanten Gewerbegebiet (ehema-liges Stallgelände der Agrargenossenschaft) nach sich ziehen, warnte Kühn. Denn so lange die Umgehung nur auf dem Papier stehe, müsse beidseitig der Straße ein 500 Meter breiter Korridor frei gehalten werden. Diese Flächen dürften nicht bebaut werden. Das sei ein Problem für die künftige Stadtentwicklung.

Bürgermeister Kühn verwies in diesem Zusammenhang erneut auf den drohenden Verkehrskollaps für Thalheim nach Fertigstellung der Stollberger Umgehungsstraße. Die B180 sei eine für die Region wichtige Verbindung bis hin nach Frankenberg, die weitere Bundesstraßen wie die B 174 und die B 95 kreuzt.

(30.01.2004)

 

    aaaa