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Geld
für den Bau ist da
SPD-Bundestagsabgeordnete zu
Verkehrspolitik - Ortsumgehung braucht Baurecht
Die im Chemnitzer Land anstehenden Straßenbaumaßnahmen und die in Sachsen
geplanten Schulschließungen waren Themen der Gespräche während eines Empfangs
der SPD-Bundestagsabge-ordneten Simone Violka.
Glauchau. Für den Neubau des ersten Bauabschnittes der Ortsumgehung Waldenburg
muss das Planfeststellungsverfahren baldigst zum Abschluss gebracht werden,
damit die Arbeiten zwischen dem Remser Ortsteil Kertzsch und der Altenburger
Straße endlich beginnen könnten.
Das machte am Wochenende die SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Violka klar. Sie
hatte anlässlich ihres Frühjahrsempfangs zu kommunalpolitischen Gesprächen in
das Freigelände des Freizeitparadieses Glauchau eingeladen. Mit dem Empfang soll
den vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen der Region Dankeschön gesagt werden,
so Violka am Rande des Treffens, zu dem etwa 40 Vereinsvertreter und
Parteifreunde vorbeischauten. Die im Chemnitzer Land anstehenden
Straßenbaumaßnahmen und die in Sachsen geplanten Schulschließungen gehörten in
den Gesprächen mit der SPD-Frau zu den heißesten Themen. Die Enttäuschung in der
Region war groß, dass trotz der Vorankündigung von Verkehrsminister Manfred
Stolpe die seit Jahren geforderte Ortsumgehung der Muldestadt nicht in dem zwei
Milliarden Euro schweren Verkehrsinvestitionsprogramm der Bundesregierung
auftaucht.
"Das Geld dafür liegt schon bereit", machte Simone Violka klar. Sie unterstrich
aber auch, dass es nach den jahrelangen Diskussionen jetzt auf keinen Fall noch
eine Grundsatzdebatte über die Führung der Umgehung geben, sondern baldigst
Baurecht geschaffen werden sollte. "Hier ist schon zu viel Geld in die Planung
geflossen", sagte die SPD-Frau.
Dass aus dem Chemnitzer Land kein einziger Bürgermeister zu dem Empfang gekommen
war, bedauerte sie zwar, dennoch sehe sie das nicht so dramatisch. "Die
Bürgermeister haben sich entschuldigt und sicher auch viele andere Termine.
Vertretern von Vereinen, die sich Rückendeckung in Fragen der Schulpolitik des
Freistaates erhoffen, gab Violka klar zu verstehen, dass sie sich hier nicht
einmischen werde. Obwohl im Landkreis mit der Mittelschule in St. Egidien und
der Hirschgrundschule in Meerane gleich zwei Bildungseinrichtungen ab Mitte 2006
geschlossen werden sollen, seien ihr die Hände gebunden. Aus ihrer Sicht hätte
es allerdings ohne eine Regierungsbeteiligung der SPD im Freistaat noch stärkere
Einschnitte im Bildungssystem gegeben. Zum Frühjahrsempfang stellte sich ein
neuer Verein vor. Dabei handelt es sich um den Kinderhilfeverein "Roter
Elefant". "Wir wollen vor allem sozialschwachen Familien mit Kindern helfen",
kündigte die Vorsitzende Manuela Herold aus Hohenstein-Ernstthal an. Der
zweifachen Mutter schwebt vor, dass zum Beispiel Geld für Hausaufgabenhilfe oder
Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen den Familien mit finanziellen Problemen
bereitgestellt werden kann. (HOF)
Freie Presse Glauchau 02.05.05
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