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Simone Violka: „Haushaltssperre teilweise
aufgehoben – 230 Millionen für Arbeitslosengeld II“
In einer Sondersitzung hat der Haushaltsausschuss
des Bundestages heute Morgen einem Antrag des Bundesministeriums für Arbeit und
Soziales zugestimmt, einen Teil der seit Monaten bestehenden Haushaltssperre für
Ausgaben für das Arbeitslosengeld II aufzuheben. Ab sofort stünden Mittel in
einer Gesamthöhe von 230 Millionen Euro zur Verfügung, sagte die
SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Violka. Der Bundestag hat damit auf die Kritik
besonders ostdeutscher Parlamentarier aller Fraktionen reagiert. Anhand der
angespannten Haushaltslage sei es jedoch leider nicht möglich gewesen, die
gesamte Haushaltssperre aufzuheben.
05.09.2006
Politiker: Arbeitslose im
Landkreis haben wieder Chancen
In Berlin werden 230 Millionen Euro für
das Land frei gegeben, diese sollen der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen
helfen
Von Ulrich
Hübler
Glauchau/Berlin. "Die Eingliederungshilfen für Langzeitarbeitslose in den
Landkreisen Chemnitzer Land und Stollberg sind jetzt sicher gestellt." Noch
während der gestern in Berlin begonnenen Haushaltsdebatte meldete sich der
CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz mit dieser Botschaft zu Wort und
verkündete die offenbar lang erwartete Folge. Hintergrund des
Jubels und gegenseitigen Schulterklopfens aus Berlin ist die Freigabe von 230
Millionen Euro, die im aktuellen Bundeshaushalt für jene Eingliederungshilfen
zwar vorhaben, vor der aktuellen Kassenlage aber gesperrt waren.
Der Protest "vor allem ostdeutscher Parlamentarier" sei es gewesen, der zur
Aufhebung der Haushaltssperre gestern geführt habe, sagte am Nachmittag auch
SPD-Abgeordnete für das Chemnitzer Land Simone Violka.
Doch Wanderwitz warnt. Dass die Sperrung von Haushaltsmitteln nur teilweise
aufgehoben wurde, habe seinen Sinn. Denn er habe "kein Verständnis für
unbegrenzte Geldforderungen, da es sich um Steuergelder handelt" und diese bei
dem Haushaltsdefizit des Bundes auch erst einmal erarbeitet werden müssen.
Leicht habe man sich diese Entscheidung gestern nicht gemacht: "Es musste intern
der Bedarf geprüft werden. Diese Prüfung war nötig, um sicherzustellen, dass
jeder das Geld bekommt, das er braucht, aber auch nicht darüber hinaus. Ich
begrüße diese Entscheidung außerordentlich. Damit ist sichergestellt, dass die
Arbeitsagenturen, insbesondere in den neuen Ländern, für Eingliederungshilfen
ausreichend Mittel zur Verfügung haben."
Freie
Presse Glauchau und Hohenstein-Ernstthal 06.09.2006 |
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