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Interview mit
Simone Violka, Bundestagsabgeordnete (SPD) mit Büro in Glauchau
„... Die Leute wünschen uns Erfolg mit unserer Politik“
Bundestagsmitglied
Simone Violka (SPD) tourt wieder durch ihren Wahl- und damit auch Landkreis.
Wochenspiegel passte die junge dynamisch wirkende Politikerin (35, gelernte
Wirtschaftskauffrau) in ihrem Büro in Glauchau im Ratshof zu einem kurzen
Plauder-Viertelstündchen ab...
Frau Violka, womit beschäftigen Sie sich den jetzt gerade?
Ich habe diese Woche Sprechstunden; höre mir also an, wo den Leuten der Schuh
drückt. Ich besuche auch Firmen, habe ein treffen mit der Volkssolidarität und
mit verschiedenen Vereinen...
Haben Sie Anregungen für ihre politische Arbeit bekommen?
Ja, einige. Gerade kam eine junge Frau, die beste Voraussetzung hat, sich
selbstständig zumachen. Sie besitzt aber keinen Meisterabschuss in Ihrem Beruf.
Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung hätte sie ihren Traum realisieren
können. Jetzt müssen wir mit dem Gesetz erst in den Vermittlungsausschuss. Aber
für mich hat sich wieder einmal bestätigt, dass wir mit der angestrebten
Novellierung der Handwerkerordnung richtig gelegen haben. Die Frau hätte damit
eine echte Chance gehabt... Oft merkt man an den Fragen der Leute, wo bei den
Gesetzen noch Handlungsbedarf ist. Bei der Altersteilzeit müssen wir zum
Beispiel noch bestimmte Einzelfälle klären.: Etwa, was mit den Altverträgen ist,
wenn die Frühverrentung jetzt hochgesetzt wird. Da würden einige Menschen ein
Jahr in der Luft hängen...
Der Jahreswechsel kommt in Sicht. Was gibt sich eigentlich ein MdB als guten
Vorsatz für das neue Jahr?
Das ist schwer, denn politische Arbeit ist unberechenbar. Das kommt so, wie es
kommt. Aber persönlich möchte ich hier in Glauchau mit meinem Büro umziehen –
und zwar runter ins Erdgeschoss, wo ich quasi noch näher an den Bürgern dran
bin.
Wir wollen hier im Ratshof auch mehr Werbung anbringen, so dass die Leute
wirklich ganz leicht in mein Büro finden.
Sagen sie, macht Ihnen Ihr Kanzler
eigentlich hier vor Ort – an der Basis – mehr zu schaffen, als in Berlin
Also, da staune ich manchmal sogar selber, wie klar die Leute den Bezug zur
Realität haben. Zum Beispiel beim Thema Rente: Viele ältere Leute auch ohne
besondere politische Bildung wünschen uns Erfolg mit unserer Politik. Sie sagen:
“Wir sehen, dass in Deutschland einfach etwas gemacht werden muss..!“
Was fällt Ihnen eigentlich spontan ein, wenn sie in Berlin in ihrem Büro sitzen
und an das Chemnitzer Land denken?
Es ist einfach eine wunderbare Region, die sich viel mehr Leute mal ansehen
sollten! Ich habe schließlich auch einen besonderen Draht zu so bekannten
Einrichtungen wie Mini-Welt oder Daetz-Centrum. Da helfe ich natürlich auch, wo
ich kann...
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